Schlagwort: Utopie
-
Höhere Komik …
Es gibt nur wenige Hörspiele von sublimer Komik, die literarischen Vorbildern, etwa von Lessing, Kleist und Zuckmayer, entsprechen und sich deutlich von schwankhaften Lachkomödien unterscheiden. Als Beispiel wird «D’Helena vo Lampers» (1983) von Beat Ramseyer analysiert.
-
Unheimliche Geschichten
„Unheimliche und unerklärliche Geschichten“ sind im schweizerischen Hörspielprogramm vor allem in Form von Serien vertreten. 1953-64 liefen mit diesem Untertitel die 14 Folgen der legendären, heute veralteten Serie „Verzell du das em Fährima“ unter der Regie von Hans Hausmann. An deren Erfolg knüpfte 1977-79 die Reihe „Die tausendundzweite Nacht“ von Annemarie und Hans Peter Treichler…
-
Kriminelles und Moralisches im Hörspiel
Als Vorbild und Massstab für Schweizer Kriminalhörspiele können die Studer-Romane von Friedrich Glauser (1896-1938) gelten. Legendär sind die unterhaltenden Wäckerli-Serien, die ab 1949 entstanden. Walter Matthias Diggelmanns literarisches Kriminalhörspiel „Sie kennen unsere Methoden nicht“ (1971) wird ausführlich ananlysiert. Ebenso Urs Widmers experimentelles Meta-Kriminalhörspiel „Wer nicht sehen will, muss hören“ (1970), das vom Neuen Hörspiel in…
-
Montage – Demontage
Die Aneinanderfügung von disparaten Textteilen aus verschiedenen Quellen sowie die Orientierung auf eine zentrale Idee hin sind Hauptmerkmale des Montage-Hörspiels. Peter Bichsels (*1935) Hörspiel „Inhaltsangabe der Langeweile“ (1972) wird hier als seltene, reine Ausprägung dieser Gattung ausführlich besprochen. Als hybride Beispiele, die eine Synthese mit konventioneller Dramaturgie eingehen, werden „Das Luftmeeting zu Brescia“ (1986) von…
-
Dialekt und Komödie
Das Schweizer Hörspiel entstand aus Sendespiel-Adaptionen von einaktigen Mundart-Satiren und -Grotesken für das Laientheater. Hörspiel-Komödien wurden in der Folge mit Vorliebe in Dialektform produziert. In den vierziger Jahren entstand die Tradition von Bunten Programmen mit humoristischen Einlagen, die sich allmählich zu heiteren Familienserien mit übergreifendem Handlungskonzept entwickelten. „Der Salpetersieder u sy widerspenstigi Frou“ (1966) von…
