Schlagwort: historisch-politisches Hörspiel
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Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil
Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…
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Mysterienspiel – nicht nur für Gläubige
Religiöse Hörspiele wurden seit 1925 regelmässig produziert. Silja Walters Weihnachtshörspiel «Die Scheol tanzt» (1972) ist der erste Teil einer Mysterienspiel-Trilogie von hoher radiophoner Qualität. Manfred Schwarz schrieb ein Weihnachtshörspiel («In den Tagen des Herodes», 1965) und ein Osterhörspiel («Wer schrie: kreuzige ihn!?», 1968), die eine Wendung vom Mysterienspiel zum religionshistorisch-politischen Dokumentarspiel vollziehen. Einflüsse des Neuen…
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Geschichten und Geschichte
Der Themenbereich des historischen und biografischen Hörspiels umfasst seit den ersten Anfängen der schweizerischen Hörspielgeschichte sehr viele und sehr verschiedenartige Produktionen. Richard Schweizer schuf 1927/28 zwei kulturhistorische Werke „Aus Zürichs Vergangenheit“, die als erste originale Hörspiele des Zürcher Senders gelten können. Eine Konstante bestand in den dreissiger und vierziger Jahren darin, historische Erfolgsgeschichten und „Heldentaten“…
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Dialekt und Komödie
Das Schweizer Hörspiel entstand aus Sendespiel-Adaptionen von einaktigen Mundart-Satiren und -Grotesken für das Laientheater. Hörspiel-Komödien wurden in der Folge mit Vorliebe in Dialektform produziert. In den vierziger Jahren entstand die Tradition von Bunten Programmen mit humoristischen Einlagen, die sich allmählich zu heiteren Familienserien mit übergreifendem Handlungskonzept entwickelten. „Der Salpetersieder u sy widerspenstigi Frou“ (1966) von…
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«Oberstrass, c’est la Suisse!»
Arthur Weltis Hörspiel „Napoleon von Oberstrass“ (1938) ist eine historische Parabel, die sich auf damals ungewöhnlich differenzierte Art mit dem Thema „Geistige Landesverteidigung“ auseinandersetzt. Die eher fragwürdigen politischen Vorgänge in der kleinen Gemeinde Oberstrass um 1838 stehen symbolisch für die schweizerische Demokratie, deren Funktionieren auf allen Stufen demonstriert wird.
