Schlagwort: Identifikation
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Unheimliche Geschichten
„Unheimliche und unerklärliche Geschichten“ sind im schweizerischen Hörspielprogramm vor allem in Form von Serien vertreten. 1953-64 liefen mit diesem Untertitel die 14 Folgen der legendären, heute veralteten Serie „Verzell du das em Fährima“ unter der Regie von Hans Hausmann. An deren Erfolg knüpfte 1977-79 die Reihe „Die tausendundzweite Nacht“ von Annemarie und Hans Peter Treichler…
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Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil
Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…
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Vom epischen Hörspiel zum Hörbuch
Das erste «epische Hörspiel» wurde 1511 in frühneuhochdeutscher Sprache geschrieben und am 3.1.1925 vor dem Mikrophon des ersten Zürcher Radiostudios aufgeführt: das «Urner Spiel vom Wilhelm Tell». Als Beispiel für das objektiv epische Hörspiel wird „Die Geschichte des Matthias“ (1966) von Werner Schmidli (1939-2005) vorgestellt. Die Reinform eines epischen Hörspiels könnte man sich als eine…
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Musik im Hörspiel – Hörspiel als Musik
Hörspiele mit Musik gab es von Anfang an, z.B. «Ein Abend im Hause Wesendonck» (1927) von Richard Schweizer. In den vierziger Jahren entstanden in Lausanne mehrere aufwendig Oratorien von William Aguet und Arthur Honegger, z.B. «Battements du Monde» (1944). Eine aussergewöhnlichen Produktion war «Ein Zimmer für Carl Philipp Emanuel Bach. Hörspiel für zwei Pianisten» (1986)…
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Inszenierung als Interpretation
1987 wurde Hans Peter Treichlers Kurzhörspiel-Serie „De Bärni Lips gaht uf Tutti“ im Studio Zürich aufgezeichnet. Regisseur war Joseph Scheidegger, der alleinige Darsteller Mathias Gnädinger. Der Artikel basiert auf meinen Beobachtungen während der Proben und Aufnahmen sowie der Diskussion der Zürcher Regisseure beim „Abhören“ der ganzen Serie. Die durchschnittlich vierminütigen Kurzhörspiele wurden als boshafte Karikaturen…
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Phantastische Realität
Jürg Amanns Kurzhörspiel „Der Sprung ins Wasser“ (1982) mit dem Untertitel „Partitur für eine Stimme und die Geräusche einer Stadt“ wurde von Walter Baumgartner und Franziskus Abgottspon für Radio DRS auf gegensätzliche Weise inszeniert. Es ist ein Repräsentant des Typus „Hörspiel der poetischen bzw. phantastischen Realität“. Inhaltlich ist das Kurzhörspiel – wie auch Amanns Dissertation…
