Schlagwort: Montage-Hörspiel
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Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil
Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…
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Montage – Demontage
Die Aneinanderfügung von disparaten Textteilen aus verschiedenen Quellen sowie die Orientierung auf eine zentrale Idee hin sind Hauptmerkmale des Montage-Hörspiels. Peter Bichsels (*1935) Hörspiel „Inhaltsangabe der Langeweile“ (1972) wird hier als seltene, reine Ausprägung dieser Gattung ausführlich besprochen. Als hybride Beispiele, die eine Synthese mit konventioneller Dramaturgie eingehen, werden „Das Luftmeeting zu Brescia“ (1986) von…
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Hörspiel als Sprachspiel
Sprach-experimentelle Hörspiele greifen oft auf Dada und konkrete Poesie zurück. Entsprechende Werke wurden in der Schweiz ab 1969 produziert: „Redensarten“ (1969) und „Von Mensch zu Mensch“ (1972) von Werner Schmidli, „Badekur“ (1970) von Erica Pedretti und „Nekrolog“ (1977) von Rolf Hörler werden vorgestellt. Weitere sprach-experimentelle Hörspiele waren nach der Jahrtausendwende von der spoken-word-Bewegung inspiriert. Die…
