99 Jahre Hörspiel in der Schweiz

Foto: Unternehmensarchiv SRF, Radiostudio Zürich

In diesem Blog möchte ich wichtige Produktionen aus der nun hundertjährigen Hörspielgeschichte vorstellen und übergreifende Zusammenhänge klären.

Wer sich weiter in das Thema vertiefen möchte, findet auf meiner Homepage Quellenangaben, detaillierte Informationen, Links und Verzeichnisse, die weiterhelfen. Hier der Pfad dorthin:

Das Deutschschweizer Hörspiel 1925 – 1990

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Schlagwort: Musik im Hörspiel

  • Mysterienspiel – nicht nur für Gläubige

    Religiöse Hörspiele wurden seit 1925 regelmässig produziert. Silja Walters Weihnachtshörspiel «Die Scheol tanzt» (1972) ist der erste Teil einer Mysterienspiel-Trilogie von hoher radiophoner Qualität. Manfred Schwarz schrieb ein Weihnachtshörspiel («In den Tagen des Herodes», 1965) und ein Osterhörspiel («Wer schrie: kreuzige ihn!?», 1968), die eine Wendung vom Mysterienspiel zum religionshistorisch-politischen Dokumentarspiel vollziehen. Einflüsse des Neuen…

  • Musik im Hörspiel – Hörspiel als Musik

    Hörspiele mit Musik gab es von Anfang an, z.B. «Ein Abend im Hause Wesendonck» (1927) von Richard Schweizer. In den vierziger Jahren entstanden in Lausanne mehrere aufwendig Oratorien von William Aguet und Arthur Honegger, z.B. «Battements du Monde» (1944). Eine aussergewöhnlichen Produktion war «Ein Zimmer für Carl Philipp Emanuel Bach. Hörspiel für zwei Pianisten» (1986)…

  • Monolog auf der «inneren Bühne»

    Ein integrales Hörspiel des inneren Monologs steht am Anfang der Hörspielgeschichte: „Agonie“ von Paul Camille (1924). Richard Schweizers „Napoleon auf St. Helena“ (1929) ist ein innerer Monolog, der durch Stimmen von Naturelementen unterbrochen wird. Ernst Bringolf, ein erfahrener Hörspielmacher, der viele Jahre in Berlin beim Radio gearbeitet hatte, inszenierte seinen Erstling „Ein Mensch allein“ 1937…

  • Popkultur goes Hörspiel

    Michael Stauffers „Radio till you drop“ (2006) ist ein medienkritisches Pophörspiel mit konventionellem Plot, das strukturell auf dem Prinzip des Sampling basiert. Es wird in Günter Rinkes Studie „Das Pophörspiel“ (2018) im Kapitel „Medienkritische Hörspiele“ ausführlich besprochen. Ulrich Bassenge konstatiert, dass das Pophörspiel als Gattung heute nicht mehr von Bedeutung sei und einer vergangenen Epoche…