99 Jahre Hörspiel in der Schweiz

Foto: Unternehmensarchiv SRF, Radiostudio Zürich

In diesem Blog möchte ich wichtige Produktionen aus der nun hundertjährigen Hörspielgeschichte vorstellen und übergreifende Zusammenhänge klären.

Wer sich weiter in das Thema vertiefen möchte, findet auf meiner Homepage Quellenangaben, detaillierte Informationen, Links und Verzeichnisse, die weiterhelfen. Hier der Pfad dorthin:

Das Deutschschweizer Hörspiel 1925 – 1990

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Schlagwort: O-Ton-Hörspiel

  • Zusammenschau

    Die synoptische Darstellung der historischen und typologischen Analyse des Deutschschweizer Hörspiels führt zum Versuch einer Bestimmung des Formats aus heutiger Sicht. Ich schlage vor, das «Hörspiel» als ein elektro­akustisches Werk zu definieren, das seinen Zweck in sich selbst hat und mit spürbarem Formwillen in frei variierbarem Zusammenspiel von Sprache, Raumklang, Geräusch und Musik ein Thema…

  • Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil

    Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…

  • Das O-Ton-Hörspiel

    Das O-Ton- oder Originalton-Hörspiel ist in der Schweiz nur mit wenigen Produktionen vertreten und führte zur Integration des Features in die Abteilung „Hörspiel“. Hansjörg Schneider und Gertrud Wilker arbeiteten mit schriftlich fixierten Originalton-Dokumenten. Willy Buser, Guido Wiederkehr und Roswitha Schmalenbach nannten ihre Versuche, die sich eng an ausländische Experimente anlehnten, „Collagen mit Originalaufnahmen“. Paul Pörtner…

  • Hörbild – Hörfolge – Feature

    Als Hörbild bezeichnete man ursprünglich ein Ensemble von Geräuschen und Raumakustik, das die bildschaffende Phantasie der Zuhörenden anregen sollte. Die Verbindung solcher Hörbilder in Kombination mit anderen Elementen (Texte, Dialoge, Musik etc.) nannte man eine Hörbilderfolge und bald – in abgekürzter Form – eine Hörfolge. Nach dem Krieg führten die Vertreter der englischen Besatzungsmacht in…

  • Monolog auf der «inneren Bühne»

    Ein integrales Hörspiel des inneren Monologs steht am Anfang der Hörspielgeschichte: „Agonie“ von Paul Camille (1924). Richard Schweizers „Napoleon auf St. Helena“ (1929) ist ein innerer Monolog, der durch Stimmen von Naturelementen unterbrochen wird. Ernst Bringolf, ein erfahrener Hörspielmacher, der viele Jahre in Berlin beim Radio gearbeitet hatte, inszenierte seinen Erstling „Ein Mensch allein“ 1937…