99 Jahre Hörspiel in der Schweiz

Foto: Unternehmensarchiv SRF, Radiostudio Zürich

In diesem Blog möchte ich wichtige Produktionen aus der nun hundertjährigen Hörspielgeschichte vorstellen und übergreifende Zusammenhänge klären.

Wer sich weiter in das Thema vertiefen möchte, findet auf meiner Homepage Quellenangaben, detaillierte Informationen, Links und Verzeichnisse, die weiterhelfen. Hier der Pfad dorthin:

Das Deutschschweizer Hörspiel 1925 – 1990

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Schlagwort: Störung

  • Radio als Medium

    Ein institutionsgeschichtlicher Abriss des Schweizer Radios beschreibt den Hintergrund der Entwicklung des Hörspiels. Epochen: Pionierzeit bis 1931 / Von der Gründung der SRG bis 1945 / Vom Ende des zweiten Weltkriegs bis 1965 / Vom Abschluss der Reorganisation bis 1988 / Das öffentlich-rechtliche Radio in Konkurrenz zu privaten Sendern. Zu jedem dieser Kapitel werden Hörspiele…

  • Zusammenschau

    Die synoptische Darstellung der historischen und typologischen Analyse des Deutschschweizer Hörspiels führt zum Versuch einer Bestimmung des Formats aus heutiger Sicht. Ich schlage vor, das «Hörspiel» als ein elektro­akustisches Werk zu definieren, das seinen Zweck in sich selbst hat und mit spürbarem Formwillen in frei variierbarem Zusammenspiel von Sprache, Raumklang, Geräusch und Musik ein Thema…

  • Kriminelles und Moralisches im Hörspiel

    Als Vorbild und Massstab für Schweizer Kriminalhörspiele können die Studer-Romane von Friedrich Glauser (1896-1938) gelten. Legendär sind die unterhaltenden Wäckerli-Serien, die ab 1949 entstanden. Walter Matthias Diggelmanns literarisches Kriminalhörspiel „Sie kennen unsere Methoden nicht“ (1971) wird ausführlich ananlysiert. Ebenso Urs Widmers experimentelles Meta-Kriminalhörspiel „Wer nicht sehen will, muss hören“ (1970), das vom Neuen Hörspiel in…

  • Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil

    Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…

  • 100 Jahre Hörspiel in der Schweiz

    Der erste «Hörspielabend» der Radiogenossenschaft in Zürich (RGZ) brachte am 3. Januar 1925 das alte «Urner Spiel vom Wilhelm Tell» (1511) in einer Aufführung der «Freien Bühne» Zürich. Bern benannte den Rahmen ihrer dramatischen Programmbeiträge als «Abend der Radiobühne» und sendete am 10. Januar 1926 als erste Produktion Anton Tschechows einaktige Komödie «Der Heiratsantrag»“. Basel…

  • Mysterienspiel – nicht nur für Gläubige

    Religiöse Hörspiele wurden seit 1925 regelmässig produziert. Silja Walters Weihnachtshörspiel «Die Scheol tanzt» (1972) ist der erste Teil einer Mysterienspiel-Trilogie von hoher radiophoner Qualität. Manfred Schwarz schrieb ein Weihnachtshörspiel («In den Tagen des Herodes», 1965) und ein Osterhörspiel («Wer schrie: kreuzige ihn!?», 1968), die eine Wendung vom Mysterienspiel zum religionshistorisch-politischen Dokumentarspiel vollziehen. Einflüsse des Neuen…

  • «Der Sender ist verrückt geworden!»

    64’40“ von Claude Salmony (2016) ist ein Hörspiel über das Hörspiel als Produkt des Mediums Radio. Sein Inhalt besteht im Scheitern der Produktion eines Hörspiels im Hörspiel.

  • Pionierzeit von Radio Zürich

    Paul Altheer war der erste Sprecher und Sendeleiter von Radio Zürich. Er war bei den Zuhörende populär und sorgte für einen möglichst reibungslosen Sende-Betrieb mit einfachsten Mitteln während der Pionierjahre 1924 – 1926. Danach zog das Zürcher Studio in neue, grössere Räumlichkeiten an der Sihlporte um. 1933 wurde ein eigenes Studiogebäude an der Brunnenhofstrasse gebaut,…