99 Jahre Hörspiel in der Schweiz

Foto: Unternehmensarchiv SRF, Radiostudio Zürich

In diesem Blog möchte ich wichtige Produktionen aus der nun hundertjährigen Hörspielgeschichte vorstellen und übergreifende Zusammenhänge klären.

Wer sich weiter in das Thema vertiefen möchte, findet auf meiner Homepage Quellenangaben, detaillierte Informationen, Links und Verzeichnisse, die weiterhelfen. Hier der Pfad dorthin:

Das Deutschschweizer Hörspiel 1925 – 1990

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Schlagwort: Worthörspiel

  • Zusammenschau

    Die synoptische Darstellung der historischen und typologischen Analyse des Deutschschweizer Hörspiels führt zum Versuch einer Bestimmung des Formats aus heutiger Sicht. Ich schlage vor, das «Hörspiel» als ein elektro­akustisches Werk zu definieren, das seinen Zweck in sich selbst hat und mit spürbarem Formwillen in frei variierbarem Zusammenspiel von Sprache, Raumklang, Geräusch und Musik ein Thema…

  • Philosoph als Protagonist

    Rudolph Jakobs Humms (1895 – 1977) Hörspiel „Rousseau war ausser Hause“ (1975) ist ein Alterswerk. Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712-78) ist das Thema und die Hauptfigur, aber er ist während des ganzen Spiels nur virtuell im Dialog zwischen seiner Lebensgefährtin Thérèse Levasseur und dem jungen schottischen Kulturreisenden James Boswell präsent. Der Dialog kann als spannende…

  • Höhere Komik …

    Es gibt nur wenige Hörspiele von sublimer Komik, die literarischen Vorbildern, etwa von Lessing, Kleist und Zuckmayer, entsprechen und sich deutlich von schwankhaften Lachkomödien unterscheiden. Als Beispiel wird «D’Helena vo Lampers» (1983) von Beat Ram­seyer analysiert.

  • Kriminelles und Moralisches im Hörspiel

    Als Vorbild und Massstab für Schweizer Kriminalhörspiele können die Studer-Romane von Friedrich Glauser (1896-1938) gelten. Legendär sind die unterhaltenden Wäckerli-Serien, die ab 1949 entstanden. Walter Matthias Diggelmanns literarisches Kriminalhörspiel „Sie kennen unsere Methoden nicht“ (1971) wird ausführlich ananlysiert. Ebens Urs Widmers experimentelles Meta-Kriminalhörspiel „Wer nicht sehen will, muss hören“ (1970), das vom Neuen Hörspiel in…

  • Das «eigentliche» Hörspiel – und sein Gegenteil

    Das literarische Worthörspiel wurde in der Nachkriegszeit, basierend auf Publikationen von Richard Kolb, Heinz Schwitzke und anderen, zum „eigentlichen Hörspiel“ erklärt. Das Hörspielwerk von Walter Oberer wird als Paradigma dieses Typus im Überblick vorgestellt. Helmut Heissenbüttel kritisierte in seiner Rede „Horoskop des Hörspiels“ 1968 die „restaurative“ Tendenz dieser Hörspieltheorie, die auf einer romantisch-poetischen Literaturauffassung basiert.…

  • «Bilderbuechstettli am See»

    1971 bearbeitete Gerold Späth ein ungedrucktes Kapitel seines Roman-Erstlings „Unschlecht“ als Hörspiel, das er 1978 in Mundart übertrug. „Heisse Sunntig“ ist ein idyllisches Panorama von Zeitgenossen von Rapperswil, dem „Bilderbuechstettli“ am Zürichsee. 1986 entstand das Hörspiel „Mein Besuch im Städtchen am See“, eine böse Satire zum selben Thema. Beiden Hörspielen liegt als Urform des Panoramaspiels…

  • «Hochverkehrtes Tublikum»

    Walter Benjamin schrieb 1932 ein Hörspiel-Kasperlestück für den SWR und führte selbst Regie. 1974 wurde Jörg Schneiders Hörspiel „König Meier de Tuusigscht“ gesendet. Kasperle stirbt am Schluss als „lustige Person“, und mit ihm stirbt das Kasperletheater im Hörspiel-Programm.

  • Von der Theorie zur Praxis

    Richard Schweizer hat 1927 – 1929 die ersten originalen Hörspiele für Radio Zürich verfasst. Sie gestalten lokale kulturelle und weltgeschichtliche Themen. Danach wandte sich Schweizer vom Hörspiel ab und wurde berühmt als Drehbuch-Autor des Schweizer Films.

  • «Der Fünflampenapparat»

    Das Hörspiel „Der Fünflampenapparat“ von Paul Altheer (1926) spielt in der Stube einer Radiohörer-Familie. Der Vater ist frustriert über das Programm und zerstört am Schluss den Radio-Apparat.